Donnerstag, 21. Oktober 2010

Beste Geschichte meines Lebens

Diese Geschichte von Wofdietrich Schnurre ist wahnsinnig fesselnd, obwohl sie nur knapp eine drittel Seite lang ist. Außerdem sind es kurze Sätze, deren Länge sich aber zum Ende hin steigert.
Doch gerade diese Anordnung der Sätze macht diese Geschichte besonders.
Nachdem ich sie gelesen hatte, dachte ich sofort darüber nach.
Ich denke sie verbirgt eine wichtige Moral: Man soll nicht immer das Negative im Menschen und den Dingen (hier vielleicht Tatsachen) sehen. Man sollte Dinge schätzen, die einem eigentlich viel geringer vorkommen und vor allem sollte einem der Spatz in der Hand genügen.
Doch hier in der Geschichte machte dieser Zimmernachbar eine eigentlich ganz langweilige Sache, also die Mauer, zu etwas ganz besonderem. Wie ich es auch in einem anderen Buch auch gelesen habe, ist es eine besondere Begabung alltägliche Dinge zu etwas besonderem zu machen ("Kira-Kira": Meine Schwester konnte aus ganz alltäglichen Dingen wie einer Kleenexschachtel etwas ganz besonderes machen.) Doch hier hat es der Hauptcharakter leider zu spät bemerkt.

Kommentare:

  1. Sehr schöner Kommentar! - Worüber man noch nachdenken könnte: Warum ist diese Geschichte so wortkarg? Warum hat Schnurre diesen Text nicht auf drei Seiten ausgedehnt?

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  2. Ich glaube,diese Geschichte regt,gerade weil sie so kurz ist,jeden Menschen zum Nachdenken an.
    Meiner Meinung nach zeigt sie,wie wichtig es ist,alles zu schätzen,was man hat.Selbst wenn es nur eine bedeutungslose graue Mauer ist,kann man mit seiner Fantasie Geschichten darüber erfinden und sie so zu etwas Besonderem machen.
    Diese Geschichte kann in so wenigen Sätzen dem Leser sehr viel vermitteln.

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  3. Diese Geschichte ist wirklich etwas sehr besonderes und zeigt, meiner Meinung nach, den Lauf des Schicksal. Diese plötzliche Wende, an der Patient bemerkt, dass außer einer Mauer nicht zu sehen ist, löst eine Überraschung aus, über die man sofort nachdenkt. Auf die Frage von Herrn Ringeisen, warum die Geschichte so kurz ist, gibt es bestimmt mehrere Gründe, aber am entscheidensten ist, glaube ich, dass wenn der Autor die Geschichte ausgedehnt hätte, dieser Überraschungseffekt verloren gegangen wäre. Vorallem dadurch, dass sie so kurz ist, wird sie sicherlich auch genauer gelesen.
    Im Vergleich zu Flörli Ris hat mich dieser kurze, aber "knackige" Text viel mehr zum Nachdenken angeregt.

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