Ich denke, dass der Parfumeur Giuseppe Baldini die Gesellschaft widerspiegelt. Baldini ist eifersüchtig auf den Parfumeur Antoine Pélissier (S. 69) und versucht ihn schlecht zu machen, da er großen Erfolg mit seinen Parfums hat. Er beschimpft ihn zum Beispiel als Essigsieder und wünscht sich, dass er ein Berufsverbot bekommt. Ich empfinde die Gesellschaft oft als geizig. Es gibt nur wenige, die jemanden anderem etwas gönnen. Jeder will der Beste sein und versucht sich besser zu machen, indem er andere als schlecht darstellt. Genauso ist Baldini auch.
Baldini will das Parfum von Pélissier nachmachen (S.78), um selbst Erfolg damit zu haben. Baldini ist betrügerisch und will für seinen Nutzen die Idee eines anderen sozusagen klauen. In der Gesellschaft herrscht auch oft Betrug und es werden Produkte nachgemacht und zum eigenen Nutzen verkauft. Viele Menschen nutzen andere aus, obwohl das unfair ist.
Als Grenouille bei Baldini zu Hause ist, beweist er, dass er die beste Nase von Paris hat (S.102). Er macht das Parfum von Pélissier nach und Baldini erkennt, welchen Nutzen er davon haben kann. Er lässt Grenouille viele Parfums herstellen und verkauft sie unter seinem Namen. Daran sieht man wieder, dass Baldini durch den Nutzen anderer Erfolg hat und Grenouille nur ausnutzt.
Zehnbee
Klassenblog der G10b
Montag, 27. Juni 2011
Donnerstag, 23. Juni 2011
Kommentar zu "Das Parfum"
Nach den von Herr Ringeisen gestellten Kriterien habe ich mir die Seite 46 ausgesucht. Bemerkenswert daran ist, dass Grenouille zwar wie auf den voran gegangenen Seiten jeden Geruch bis auf das kleinste Detail spalten und entschlüssen kann, doch das Meer als zu großartig empfindet, um es ebenfalls in seine Einzelteile zu zerlegen. Das Erstaunliche und eigentlich auch absurde an diesem Roman ist ja, dass dieser Junge bzw. junge Mann die Welt nicht mit den Augen wahrnimmt, sondern sie "erriecht" und somit jedes Detail viel genauer und intensiver wahrnimmt. Hinzu kommt, dass er nicht zwischen guten und schlechten Gerüchen entscheidet, sondern sie einfach nur benennt und in seinem Kopf aufbewahrt. Das schon fantastische an Grenouille ist ja, dass er die schlimmsten Krankheiten überstehen kann, jeden noch so schwachen Geruch erkennt und jeden Geruch einprägt, dass er ihn immer abrufen kann und sogar nach Wunsch in seinen Gedanken zusammen mischen kann. Ihm fehlt jegliches Gefühl, wenn überhaupt empfindet er nur annähernde Zufriedenheit und das auch nur Anbetracht eines Duftes. Praktisch fehlt ihm das meiste eines normalen Menschen, doch dafür hat er diesen phänomenalen Geruchssinn.
Und damit möchte ich sagen, dass man das Denken und Handeln Grenouilles nicht erklären kann und somit auch nicht, warum er gerade das Meer als so besonders erklärt, dass er es nicht geruchlich erschließen will.
Alles in diesem Buch gehört auf gewisse Weise zusammen und ich finde es furchtbar schwer, sich eine Seite herauszusuchen, weil ein ungewöhnliches Geschehen dem nächsten folgt.
Und damit möchte ich sagen, dass man das Denken und Handeln Grenouilles nicht erklären kann und somit auch nicht, warum er gerade das Meer als so besonders erklärt, dass er es nicht geruchlich erschließen will.
Alles in diesem Buch gehört auf gewisse Weise zusammen und ich finde es furchtbar schwer, sich eine Seite herauszusuchen, weil ein ungewöhnliches Geschehen dem nächsten folgt.
Sonntag, 12. Juni 2011
Süskind, "Das Parfum"
Ich erwarte, dass Sie bis nach der Schulaufgabe den Roman bis S. 208 kennen (Ende des 2. Teils).
Es wäre natürlich schön, wenn möglichst viele die freien Tage nutzen würden, den Roman ganz zu lesen.
Wie auch immer - in jedem Fall sollten Sie sich Notizen machen zu einem bestimmten Detail, das Sie besonders faszinierend finden - eine Person (es kann die Hauptperson sein oder eine der Nebenpersonen), eine bestimmte Szene, eine Einzelheit, die mit der geschilderten Zeit zu tun hat. Schreiben Sie sich auf, was Sie daran bemerkenswert finden, notieren Sie die Seitenzahl(en), damit die Textstelle leicht auffindbar ist. Am besten ist es, wenn Sie dazu dann einen Blog-Eintrag schreiben (nicht mehr als einen). Kommentieren Sie die Blog-Einträge der anderen, bitte!
Schöne Ferien!
Es wäre natürlich schön, wenn möglichst viele die freien Tage nutzen würden, den Roman ganz zu lesen.
Wie auch immer - in jedem Fall sollten Sie sich Notizen machen zu einem bestimmten Detail, das Sie besonders faszinierend finden - eine Person (es kann die Hauptperson sein oder eine der Nebenpersonen), eine bestimmte Szene, eine Einzelheit, die mit der geschilderten Zeit zu tun hat. Schreiben Sie sich auf, was Sie daran bemerkenswert finden, notieren Sie die Seitenzahl(en), damit die Textstelle leicht auffindbar ist. Am besten ist es, wenn Sie dazu dann einen Blog-Eintrag schreiben (nicht mehr als einen). Kommentieren Sie die Blog-Einträge der anderen, bitte!
Schöne Ferien!
Textanalyse/Sachtexte
Wie versprochen, einige Übungsmöglichkeiten zur Vorbereitung auf die kommende Schulaufgabe.
a) Die Gliederung für das Übungsbeispiel zum Thema "Kaufrausch": Gliederung
b) Neue Aufgabe zur Textanalyse (die beiden hier verwendeten Texte sind kürzer, als die, die in der Schulaufgabe zu analysieren sind; vom Prinzip her aber ist es dasselbe).
Sie können mir zur neuen Aufgabe eine Gliederung und Teile der Ausführung schicken, die insgesamt ca. der Hälfte des Aufsatzes entsprechen.
Viel Erfolg und (trotzdem) schöne Ferien!
a) Die Gliederung für das Übungsbeispiel zum Thema "Kaufrausch": Gliederung
b) Neue Aufgabe zur Textanalyse (die beiden hier verwendeten Texte sind kürzer, als die, die in der Schulaufgabe zu analysieren sind; vom Prinzip her aber ist es dasselbe).
Sie können mir zur neuen Aufgabe eine Gliederung und Teile der Ausführung schicken, die insgesamt ca. der Hälfte des Aufsatzes entsprechen.
Viel Erfolg und (trotzdem) schöne Ferien!
Sonntag, 5. Juni 2011
"Das Parfum"
Wie man bereits an den Rezensionen auf der Rückseite des Buches des bereits verfilmten Romans "Das Parfum" von Patrick Süskind erkennen kann, scheint die Geschichte der Hauptperson Jean-Baptiste Grenouille überaus bemerkenswert zu sein. Bereits auf den ersten 30 Seiten werden die heute nicht mehr vorzustellenden Lebensbedingungen des 18. Jahunderts deutlich. Da ich schon einiges über das Buch gehört habe, fürchte ich etwas die Grausamkeit und Abstößigkeit der folgenden Geschehnisse, bin aber auch äußerst gespannt, wie es zu den einzelnen Ereignissen kommt..
Mittwoch, 30. März 2011
Ich war noch niemals in New York
An einem wunderschönen Donnerstagabend stellte Familie Berger fest, dass unbedingt noch jemand einkaufen muss. Müde vom langen Arbeitstag schlenderte Ben mit einem Sackwagen zum nahegelegenen Supermarkt. An der Kasse angelangt, bemerkte er, dass er sogar noch seinen Anzug anhatte. "Was für ein stressiger Tag", dachte er genervt. Wieder auf dem Heimweg klingelte sein Handy. Es war seine Schwester, die ein halbes Jahr in New York arbeitete. "Es ist so toll hier! Das muss man einfach alles gesehen haben!", schwärmte sie ihn vor. "Ja das glaube ich dir. Ich möchte auch nach New York.", antwortete Ben und legte auf. Auf den weiterem Nachhauseweg dachte er über seine Träume nach und ihm ging plötzlich sein Lieblingslied, nämlich die gecoverte Version von dem Lied "Ich war noch niemals in New York" von den Sportfreunden Stiller durch den Kopf. Ihm fiel auf, dass er in einer ähnlichen Situation war wie die Person in dem Lied. Er wollte schon immer nach New York. Jetzt war er 48, war glücklich verheiratet und hatte drei Kinder. Aber er hatte es immernoch nicht geschafft seinen Traum zu verwirklichen. Auf einmal überkam ihm die Sehnsucht nach Freiheit und er stellte fest, dass er auch Geld, Ausweis und sein Handy dabei hatte. Alles was er brauchen würde.
Trotzdem ging er mit dem Sackwagen und seinen Einkäufen wie immer heim und dachte aber noch länger über dieses Lied und seine Träume nach.
Von Martina
Trotzdem ging er mit dem Sackwagen und seinen Einkäufen wie immer heim und dachte aber noch länger über dieses Lied und seine Träume nach.
Von Martina
Dienstag, 29. März 2011
Erinnerst du dich? Kurzgeschichte zum Herzstück von Heiner Müller
Allein stand ich dort. Im Regen. Kalte, nasse Tropfen liefen mir über das Gesicht. Alles war still. Kein einziges Wort war zu hören. Mir war kalt, aber das war mir egal. Langsam begann ich vor mich hinzugehen. Ich wusste nicht wohin. Ich wollte einfach nur weg. Weg von allem und so tun als wäre nie etwas vorgefallen. Vergessen und einfach weiterleben. Irgendwie. Ich begann zu laufen. Immer schneller und schneller lief ich durch den Regen, der immer stärker wurde. Weglaufen von dem, dass ich nicht ertragen kann.
Vergessen.Doch das geht nicht. So sehr ich es mir auch wünsche.
Schließlich setzte ich mich auf eine Bank. Sie stand in der Nähe von dir. Ich kann dich spüren.
Erinnerungen steigen in mir hoch. Ich versuche sie zu verdrängen, zu vegessen. Doch die wirren Gedanken in meinem Kopf erzeugen Bilder. Schreckliche Bilder. Eine nasse Straße. Lichter. Blut. Dein Gesicht... "Haut ab! Lasst mich in Ruhe!", schrie ich mich innerlich an. Diese Gedanken müssen weg, weit weg. Doch so sehr ich mich dagegen sträubte. Die Bilder waren nicht zu verdrängen.
Ich stand auf und ging weiter. Ich näherte mir dich. Nun blieb ich vor dir stehen.
"Erinnerst du dich?", fragte ich dich, "als wir uns kennenlernten. Ich sagte: Darf ich Ihnen mein Herz zu Füßen legen?. Du antworteste: Wenn Sie mir meinen Fußboden nicht schmutzig machen. Ich: Mein Herz ist rein. Du: Das werden wir ja sehen. Ich: Ich kriege es nicht heraus. Du: Wollen Sie, dass ich Ihnen helfe? Ich. Wenn es Ihnen nichts ausmacht. Du: Es ist mir ein Vergnügen. Ich kriege es auch nicht heraus. Daraufhin begann ich zu weinen. Du: Ich werde es Ihnen herausoperieren. Wozu habe ich ein Taschenmesser. Das werden wir gleich haben. Arbeiten und nicht verzweifeln. So, das hätten wir. Aber das ist ja ein Ziegelstein. Ihr Herz ist ein Ziegelstein. Ich: Aber es schlägt nur für Sie. Dieses Gespräch werde ich nie vergessen. ich liebe dich!"
Es hatte aufehört zu regnen. Ich ging langsam weg von deinem Grab. Die Sonne fing an mir ins Gesicht zu scheinen. Erinnerst du dich?
Vergessen.Doch das geht nicht. So sehr ich es mir auch wünsche.
Schließlich setzte ich mich auf eine Bank. Sie stand in der Nähe von dir. Ich kann dich spüren.
Erinnerungen steigen in mir hoch. Ich versuche sie zu verdrängen, zu vegessen. Doch die wirren Gedanken in meinem Kopf erzeugen Bilder. Schreckliche Bilder. Eine nasse Straße. Lichter. Blut. Dein Gesicht... "Haut ab! Lasst mich in Ruhe!", schrie ich mich innerlich an. Diese Gedanken müssen weg, weit weg. Doch so sehr ich mich dagegen sträubte. Die Bilder waren nicht zu verdrängen.
Ich stand auf und ging weiter. Ich näherte mir dich. Nun blieb ich vor dir stehen.
"Erinnerst du dich?", fragte ich dich, "als wir uns kennenlernten. Ich sagte: Darf ich Ihnen mein Herz zu Füßen legen?. Du antworteste: Wenn Sie mir meinen Fußboden nicht schmutzig machen. Ich: Mein Herz ist rein. Du: Das werden wir ja sehen. Ich: Ich kriege es nicht heraus. Du: Wollen Sie, dass ich Ihnen helfe? Ich. Wenn es Ihnen nichts ausmacht. Du: Es ist mir ein Vergnügen. Ich kriege es auch nicht heraus. Daraufhin begann ich zu weinen. Du: Ich werde es Ihnen herausoperieren. Wozu habe ich ein Taschenmesser. Das werden wir gleich haben. Arbeiten und nicht verzweifeln. So, das hätten wir. Aber das ist ja ein Ziegelstein. Ihr Herz ist ein Ziegelstein. Ich: Aber es schlägt nur für Sie. Dieses Gespräch werde ich nie vergessen. ich liebe dich!"
Es hatte aufehört zu regnen. Ich ging langsam weg von deinem Grab. Die Sonne fing an mir ins Gesicht zu scheinen. Erinnerst du dich?
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